Der Schnüffelbold

Der Schnüffelbold ist ein Bold.
Bolde sind so etwas wie Wichte,
nur ein bisschen größer.
Bolde lachen gern.
Sie singen und Schnüffelbold gern.
Nur der Schnüffelbold nicht.
Er schaut finster.
Er hat keine Freunde.
Er wohnt allein in einem grauen Haus.

Illustration Schnüffelbold

Der Schnüffelbold hockt am Fenster.
Den ganzen Tag lang.
Und die halbe Nacht dazu.
Er beobachtet die Leute.
Er schaut ihnen zu.
Er hört ihnen zu.
Nichts entgeht ihm.

Illustration Schnüffelbold

Die Leute sagen:
"Der Schnüffelbold hat seine Augen
und Ohren überall."

Wie er das macht?
Er hat zwei Zaubergeräte:
Ein Schnüffelbold-Fernglas.
Damit kann er durch Wände schauen.
Und ein Schnüffelbold-Hörrohr.
Damit hört er sogar die Fliegen
im nächsten Haus.

Illustration Schnüffelbold

Das Buch

Der Schnüffelbold hockt den ganzen Tag lang und die halbe Nacht am Fenster und beobachtet die Leute.
Am Abend erzählt er alles dem Wind. Aber er erzählt es ein bisschen anders – und der Wind spielt mit diesen Schnüffelbold-Geschichten. Er bläst sie auf und weiß gar nicht, was er damit anrichtet.
Als alle streiten, denkt sich Mira etwas aus ... Eine Erstlesegeschichte mit Pfiff!

Der Band ist eine überarbeitete Ausgabe der Fassung von 1987. Zusätzlich wurden die Grafiken von Susanne Riha koloriert.

Besprechungen

Der Schnüffelbold"Eine sinnreiche Geschichte, die kleinen Lesern erklärt, wie durch Gerüchte und Gerede Freundschaften zu Bruch gehen können."
Lenz in: Das Neue Buch 5/88

"Eine sehr zeichenhafte Geschichte, die in sich logisch und spannend ist."
Annemie Wagner in: Die neue Bücherei Nr. 5/1988

"Durch kurze Sätze, große Schrift und zahlreiche originelle Illustrationen ist 'Mira und der Schnüffelbold' von Gerald Jatzek für Leseanfänger besonders gut geeignet."
bm in: Salzkammergutzeitung 17/88

Das Buch

Gerald Jatzek: Der Schnüffelbold, Kinderbuch ab 7, Illustrationen: Susanne Riha, Obelisk Verlag, Innsbruck 2012, 978-3-85197-668-7


Lesung & Konzert